Waldecker Katholiken im Gespräch

Trägt unsere Arbeit Früchte? Dechant Bernd Conze präsentiert eines der Symbole für die Gesprächsgruppen beim Tag der Berufung. Mengeringhausen. Die Zukunft der Gemeinden und der Kirche gestalten: Mit diesem Ziel kamen die Katholiken des Dekanats Waldeck am 1. September, dem letzten Samstag der ProjektKirche Mengeringhausen, zum „Tag der Berufung“ zusammen. Sie ließen sich dabei vom Bild des Landschaftsgartens leiten, der in seiner Vielfalt gepflegt werden soll.

„Waldecker Katholiken im Gespräch überlegen gemeinsam, was uns für die Zukunft trägt und Hoffnung macht“, so Dechant Bernd Conze über die Veranstaltung. Zu den verschiedenen Symbolen des Gartens trafen sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in Gesprächsgruppen.

Sie thematisierten ebenso das Schrumpfen der Gemeinden und den Personalmangel wie die Spiritualität, die Weitergabe des Glaubens und das Ehrenamt. Auch die Ökumene, die Kirche im gesellschaftlichen Wandel und bunte Ideen fanden ihren Raum. Diskutiert wurde beispielsweise sowohl die Frage nach einer angemessenen Seelsorge für wiederverheiratete Geschiedene als auch der Umgang mit der Rolle der Frau in der Kirche.

Gemeinsames Singen zu Beginn: Bernhard Grafe lädt die Katholiken zum Mitmachen ein. Die Katholiken im Dekanat Waldeck leben ihren Glauben in einer Diaspora-Situation. Deshalb war auch vielfach der Wunsch nach einer Intensivierung des ökumenischen Miteinanders zu hören, wie es beispielsweise durch Erfahrungen der ökumenischen Gemeinschaft in Wethen möglich sei.

Besonders deutlich wurde in den Gesprächsgruppen, dass den Katholiken im Dekanat Waldeck die Glaubensvermittlung sehr am Herzen liegt. Dabei kam auch die Sorge um ausreichend Personal in den größeren pastoralen Räumen zum Ausdruck. Stark ist bei den Teilnehmenden das Bewusstsein und der Wunsch, Vorbilder im Glauben zu sein. Dieses drückt sich auch im starken caritativen Engagement und dem Wunsch nach Glaubenskursen aus.

Dechant Conze zeigte sich überzeugt, dass die Glaubensgemeinschaft im Gespräch wachsen könne. Dazu müsse jeder sich Gedanken machen, was er bereit sei, einzubringen, und was jeder dazu brauche. Die Ergebnisse werden an die Leitung des Erzbistums weitergegeben und fließen ein in den diözesanen Prozess der „Perspektive 2014“.

Zwischen den Gruppengesprächen war Zeit für gemeinsame Kreistänze und Kaffeetrinken. Firmbewerber der Gruppe „Zeit für Kids“ kümmerten sich um die Kinderbetreuung. Zum Abschluss des „Tages der Berufung“ feierten die Teilnehmer gemeinsam die Heilige Messe. Pfarrer Jürgen Westhof mahnte, vergangene Zeiten nicht zu glorifizieren, sondern die Chancen eines neuen pastoralen Aufbruchs zu nutzen. Alle Teilnehmer konnten am Abend an einem sehr persönlichen Konzert der Musikerin Judy Bailey mit Partner im Rahmen der ProjektKirche teilnehmen.

Fotos und Text: Leonie Jedicke

Pastoral der Berufung - Zentralkategorie der diözesanen Erneuerung und Weiterentwicklung
Schaubild zur "Pastoral der Berufung" | Arbeitspapier "Zum Christsein berufen"