"Gemeinsam auf dem Weg" in Dortmund

Erfahrungsaustausch im Propsteigarten: Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung „Als Getaufte gemeinsam auf dem Weg“ der Katholischen Stadtkirche Dortmund hatten Orte in Dortmund besucht, an denen Lebens- und Glaubensfragen eine Rolle spielen. Dortmund. Auf den Weg zur Feuerwache, zum „Sleep In - Stellwerk“, zur Werkstatt des Künstlers Leo Lebendig und zur „Werkstatt Ökumene“ machten sich am Samstag die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung „Als Getaufte gemeinsam auf dem Weg“. Die Katholische Stadtkirche Dortmund hatte dazu eingeladen, „die eigene Berufung und die der anderen in Dialog zu bringen“.

Der Begegnungstag stand in der Reihe der „Tage der Berufung“ in den Dekanaten des Erzbistums Paderborn. Nach dem Besuch der vier unterschiedlichen Orte trafen sich die Gruppen zum kreativen Austausch im Propsteigarten.

Die Teilnehmer berichteten von ihren Eindrücken und schrieben Erlebnisse und Ideen auf Papierbahnen an den Tischen. Dabei ging es darum, welche Lebens- und Glaubensfragen sich an den jeweiligen Orten stellen sowie um einen Bezug zum eigenen Glauben.

Beeindruckt zeigten sich die Besucherinnen beispielsweise von der vorurteilsfreien Arbeit im „Sleep In - Stellwerk“. In der Übernachtungsstelle für Mädchen und Jungen zwischen 14 und 18 Jahren werde jeder Mensch offen angenommen. Es sei immer eine Begegnung „auf Augenhöhe“. In der Arbeit sahen die Besucher viele Parallelen zu einer christlichen Berufung. „Den Glauben leben im Tun“, schrieb eine Teilnehmerin nach dem Besuch auf ihre Auswertungskarte.

Abschlussgottesdienst im Propsteigarten mit Propst Andreas Coersmeier und Michael Vogt, stellv. Stadtdechant. In der Feuerwache 1 gaben Oliver Römer und Thomas Stede einen Einblick in die Tätigkeit der Feuerwehr und des Kriseninterventionsteams. Meinolf Kopshoff vom Leitungsteam der ökumenischen Notfallseelsorge in Dortmund erläuterte, was es bedeutet, erste Hilfe für die Seele zu leisten. Die Gastgeber gaben darüber Auskunft, was sie bewegt, für Menschen in außergewöhnlichen Situationen da zu sein. Dass sich dazu die Kraft aus dem Glauben schöpfen lässt, war ein Thema des Gesprächs. Es ging aber auch um die wichtige Rolle einer Gemeinschaft, die sich gegenseitig stützt und dabei hilft, mit belastenden Situationen umzugehen.

Der Licht-Maler Leo Lebendig, bekannt besonders durch sein Kunstwerk „Friedenslicht der Religionen“, beteiligte sich ebenfalls und empfing eine Teilnehmergruppe in seiner Werkstatt. Am Mittag nahm er auch an den Gesprächen im Propsteigarten teil.

Eine Werkstatt anderer Art präsentierte Gerd Plobner, Referent der evangelischen Kirche. Er erläuterte in der „Werkstatt Ökumene“ unter anderem die „Eine Welt Arbeit“ der christlichen Kirchen in Dortmund als eine Möglichkeit guter ökumenischer Zusammenarbeit.

Die Eindrücke und Ideen des Tages wurden im Abschlussgottesdienst im Propsteigarten noch einmal aufgegriffen. „Wir müssen auf die Menschen zugehen und offen sein für Veränderungen, auch für persönliche“, so das Fazit einer Teilnehmerin.

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