"Kirche verblasst? - bekenn Farbe!"

Foto: Dekanat Hochsauerland-West / Dr. Paulus Decker Arnsberg-Sundern. Unter dem Motto: „Kirche verblasst? – bekenn Farbe!“ veranstaltete das Dekanat Hochsauerland-West seinen Tag der Berufung. Im Sankt-Ursula Gymnasium in Neheim trafen sich mehr als 170 Menschen aus den Pfarreien des Dekanates sowie Gäste aus den evangelischen Gemeinden in Arnsberg und Sundern, um über ihr Engagement als getaufte Christen zu sprechen und die Zukunft der Kirche in den Blick zu nehmen. Die Moderation des Tages hatte Klemens Reith, Referent für Sakramentenpastoral im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn, übernommen.

Fertige Rezepte bekamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht geboten, dafür aber viele Impulse und Beispiele, wie Engagement und neue Ideen Pfarreien und Gemeinden zukunftsfähig machen können.

Den Veranstaltern aus dem Dekanat war es ein Anliegen, dass die Anwesenden miteinander ins Gespräch kamen, bevor dann Professor Dr. Hans Hobelsberger von der Katholischen Hochschule NRW (KatHO) in Paderborn mit einem Impulsreferat die Thematik des Tages aus seiner Sicht vorstellte. „Kirche verblasst – wenn wir als Christen blass werden!“ lautete der Titel seines Referates.

Vier Impulse gab er seinen Zuhörerinnen und Zuhörern mit auf den Weg:

  1. Die Sendung bzw. der Auftrag, für die Erneuerung und den vollen Aufbau der Kirche verschiedene Werke und Dienste zu übernehmen, geht alle an!
  2. Seid Zeugen der Hoffnung, nicht der Perspektivlosigkeit!
  3. Geht anständig miteinander um, denn euer Umgang ist ein „Symbol“ oder „Diabol“ für die Beziehung Gottes zu den Menschen!
  4. Seid gastfreundlich, seid offen für das Andere und die Anderen und Armen.

In zwanzig Workshops konnten die Teilnehmer anschließend verschiedene Thematiken vertiefen. Angeboten wurden etwa Informationen zur Arbeit der Kirchenvorstände in den neuen pastoralen Räumen, zu neuen Ansätzen in der Jugendpastoral bis hin zu Fragen von Caritas, Weltmission und Ökumene.

Strukturiert wurde der Tag durch drei geistige Impulse, die zum Beginn des Tages, am Mittag und am Ende von Dechant Propst Hubertus Böttcher und dem stellvertretenden Dechanten Pfarrer Meinolf Kemper gehalten wurden. Die musikalische Gestaltung lag in den Händen von Dekanatskirchenmusiker Hartwig Diehl.

Durchgängiges Thema am gesamten Tag war die Frage nach einem gelingenden Dialog in den Gemeinden und zwischen Priestern und Laien. Für Dechant Hubertus Böttcher war der Dekanatstag ein gutes Modell, an dem man Dialog auf Augenhöhe einüben konnte. "Die engagierten Laien fühlten sich angesprochen und ermutigt. Sie waren dankbar für die Offenheit in allen Gesprächen. Sicherlich sind noch viele Fragen offen geblieben, aber in der Auseinandersetzung darüber liegt auch viel Kraft.“

Ein besonderer Dank für das Gelingen dieses Tages geht an das St-Ursula- Gymnasium, in dessen Räumlichkeiten die Veranstaltung ihren Platz fand und an das Kolping-Bildungswerk in Arnsberg, das die Sorge um die Verpflegung übernommen hatte.

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