"Baustelle Kirche im Südsauerland"

Beim "Tag der Berufung" im Dekanat Südsauerland fand ein "spirituelles Richtfest statt. Olpe. Neun Monate lang hatte ein fünfköpfiges Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen den „Tag der Berufung“ im Dekanat Südsauerland vorbereitet. Dann, am 29. September 2012, war es soweit: 100 Frauen und Männer aus dem Dekanat kamen unter der Überschrift „Baustelle Kirche im Südsauerland“ im Gymnasium St. Franziskus in Olpe zusammen.

Im Bild der Baustelle seien Themen wie Veränderung, Neuerung, aber auch Verabschiedung von Bisherigem enthalten, so das Vorbereitungsteam, dem Mechthild Tilke, Pater Christoph Hammer, Schwester Katharina Hartleib, Ansgar Kaufmann und Esther Göcke angehörten. Ähnlichen Themen sehe sich gegenwärtig auch die Kirche gegenüber.

„Wo (er)lebe ich momentan Kirche und Glaube? Was heißt Kirche momentan für mich?“ So lauteten die Fragen, denen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst in Kleingruppen stellten. In einem „Architektenwettbewerb“ unter dem Titel: „Wie sieht unsere Kirche der Zukunft aus?“ planten sie dann weitere Bauschritte für ihre Kirche der Zukunft. Am Nachmittag wurden die so entstandenen „Kirchenmodelle“ im Plenum vorgestellt. Nach einem Austausch über die verschiedenen Modelle wurde ein gemeinsames Modell erstellt. Ein sprituell gestaltetes „Richtfest“ schloss den Nachmittag ab.

Im darauf folgenden Gottesdienst machte Pater Christoph Hammer in seiner Predigt deutlich, dass, „wenn Hand angelegt wird, auch die Prioritäten anders gesetzt werden. Jetzt kann man den Architekten noch ein bisschen beeinflussen“. Er lud dazu ein, den unmittelbaren Nachbarn nicht aus dem Blick zu verlieren, aber gleichzeitig auch über den eigenen Kirchturm oder das eigene Ortsschild hinaus zu schauen. „Vielleicht machen doch Olpe und Attendorn mal etwas zusammen.“

„Ich bin ja derjenige, der Attendorn und Olpe verbindet“, stellte Dechant Friedhelm Rüsche als gebürtiger Attendorner, der in Olpe lebt, fest. Mit dem Verlauf des Tages sei er sich sehr zufrieden: „Es fand sehr viel Austausch statt und die Gläubigen aus dem Kreis Olpe kommen ins Gespräch.“

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