Abschied, Aufbruch, Neubeginn

Sigrid Urban, Helga Weber (beide Sande), Andreas Kirchner, Ursula Peterburs (beide Schloß Neuhaus), Gemeindereferentin Gabriele Merschmann (Mastbruch) und Susanne Pippert (Sennlager) vor der Altarinstallation.Sie ist klein, aber ihre Symbolkraft begleitet die Menschen in Sande, Sennelager, Schloß Neuhaus und Mastbruch auf ihrem Weg zu einer neuen Einheit im Pastoralen Raum: Die zweiteilige Altarinstallation, die der Paderborner Dechant Benedikt Fischer im September letzten Jahres den Gemeinden überreicht hat, ist sichtbares Symbol für den Glauben, das verbindende Element aller vier Gemeinden.

Es war der Startschuss für ein großes Projekt: Am 9. September 2012 wurde der Pastorale Raum Schloß Neuhaus, der aus den Pfarreien St. Heinrich und Kunigunde, St. Joseph, St. Marien (Sande) und St. Michael (Sennelager) gebildet wird, mit einem großen Eröffnungsgottesdienst auf den Weg gebracht. Vieles muss jetzt zusammenwachsen – nicht nur organisatorisch ist das eine anspruchsvolle Aufgabe. Auch die Menschen in den Gemeinden müssen sich auf den Weg machen, das Gespräch suchen und die Dinge gemeinsam anpacken. Die Quelle, aus der immer wieder Kraft und Ermutigung für diese spannende Reise fließen, ist dabei der gemeinsame Glaube. Für ihn ist die Altarinstallation, die der Niederntudorfer Bildhauer Werner Schlegel für den Pastoralen Raum gefertigt hat, ein Sinnbild. Der Altar ist aus schlichtem, wenig bearbeitetem Eichenholz gefertigt und besteht aus einem Kreuz, das beweglich ist, und aus vier Säulen, die für die vier Gemeinden stehen und das Kreuz einbetten und tragen können. Schlegel hat außerdem vier Abdrucke des Kreuzes gemacht, für jede Gemeinde einen. Vier Abdrucke, die das Kreuz zeigen, die sich aber dennoch in Nuancen unterscheiden: Auch das ist Zeichen für die Einheit des Pastoralen Raumes, in dem jede Gemeinde ihre eigene Ausprägung behält. 

Das verbindende Element beim Neubeginn

Die Altarinstallation ist seitdem im Pastoralen Raum unterwegs und macht in den vier Gemeinden abwechselnd Halt. Immer dann, wenn man sich gemeindeübergreifend trifft, schafft sie Verbindungen und Gesprächsansätze. So auch Ende Februar, als sich der Arbeitskreis „Caritas und Weltverantwortung“ im Roncalli-Haus in Schloß Neuhaus traf. In diesem Arbeitskreis, der im Rahmen der Errichtung des Pastoralen Raumes gegründet wurde, sind Caritas- und Eine-Weltkreis-MitarbeiterInnen aus allen Gemeinden vertreten. Gemeinsam wollen sie erarbeiten, wie caritative Aktivitäten und Eine-Welt-Angebote im Pastoralen Raum gestaltet werden können. Wo gibt es Synergien, was kann beibehalten werden, wo müssen neue Wege beschritten werden? Diese Fragen werden zurzeit intensiv erarbeitet und diskutiert. Die Ergebnisse werden Eingang in die Pastoralvereinbarung finden, mit der der Pastorale Raumes 2014 offiziell errichtet wird.

Die Arbeitskreissitzung Ende Februar wurde von Gemeindereferentin Gabriele Merschmann mit einer kurzen Meditation, in deren Mittelpunkt die Altarinstallation stand, eingeleitet. Altar und Kreuz konnten dabei als lebendige Mitte erlebt werden. „Ein Symbol des Glaubens, das solide ist, viel aushält, aber flexibel ist. Ein Zeichen für den Altar, um den wir uns immer wieder versammeln sollen…“ Diese Gedanken und Eindrücke äußerten die Teilnehmer, die sich anschließend ganz praktisch auf den Weg zu einer neuen Einheit im Bereich Caritas und Eine Welt im Pastoralen Raum machten.

Text und Foto: Astrid Wigge