Mönchsgesänge und Lichtkunstwerk

Gut besucht war das Konzert mit alten Mönchsgesängen und zeitgenössischer Instrumentalmusik zur Museumsnacht in der Propsteikirche. Parallel wurde die Videoinstallation „1458 – Teil-Räume" gezeigt. Foto: Kath. StadtkircheDortmund. A-cappella- und Orgelmusik, Gregorianischer Choral, spirituelle Texte und eine Videoinstallation von Schülerinnen und Schülern des Mallinckrodt-Gymnasiums lockten am Samstag, 28. September, insgesamt 1.700 Besucher bei der DEW21-Museumsnacht in die Propsteikirche.

Besondere Aufmerksamkeit zog die Videoinstallation „1458 – Teil-Räume" der Schülerinnen und Schüler auf sich. In den Mittelpunkt der künstlerischen Beschäftigung rückte hier der Lettner, jene rund fünf Meter hohe Mauer, die im Mittelalter in der Propsteikirche den Chorraum der Mönche von der gotischen Halle der Gemeinde trennte. Diesem nachempfunden war eine Großleinwand, auf die zur Museumsnacht die Kunstobjekte der Schülerinnen und Schüler projiziert wurden.

Erstellt wurden diese mit der Technik des „Light Paintings“, wobei bei langen Belichtungszeiten einer Videokamera mit Hilfe von Lichtquellen „gemalt“ wird. So entstanden Bilder unter anderem zu den Themen Mystik, Meditation, gemeinsam Leben, Beten und Singen. Mit dem Projekt erreichte das Mallinckrodt-Gymnasium den 2. Platz beim „SynErgeia-Kreativpreis“ für Schulprojekte von Schulen in katholischer Trägerschaft des Erzbistums Paderborn. Gefördert wurde das Projekt außerdem aus Mitteln des Fonds „Innovative Projekte“ des Erzbistums Paderborn und vom Förderverein der Schule.

Mit besonderen Blumenarrangements hatten die Dortmunder Friedhofsgärtner den ehemaligen Klostergarten gestaltet. Foto: Kath. StadtkircheEine besondere Wirkung erzielte diese Installation während des Konzertes mit alten Mönchsgesängen und zeitgenössischer Instrumentalmusik um 22.15 Uhr. Bei der als musikalischer Dialog angelegten Aufführung war die Propsteikirche bis auf den letzten Platz gefüllt.

In der Museumsnacht gab es außerdem Ausstellungen, ein Orgelkonzert mit Klaus Stehling, ein Chorkonzert mit dem Ensemble „adhoc“ sowie einen Ausklang in die Nacht mit spirituellen Texten und Orgelmusik des Propsteikantors Simon Daubhäußer.

Den ehemaligen Klostergarten hatten die Dortmunder Friedhofsgärtner erneut mit kreativen Blumenarrangements gestaltet.